Ein Mann, ein Kamm. Merke dir diese Regel und dein Bart wird es dir danken. Barthaare wachsen ganz anders als die Haare auf dem Kopf, sie sind robuster und widerspenstiger. Sie sind der Grund, warum dein Bart ziemlich schnell seinen eigenen Willen entwickelt, dem du dich spontan natürlich erst mal beugen willst. Warum auch die Macht des Bartes infrage stellen? Und schließlich sind Kämme was für Mädchen mit Barbie-Puppen.

Stop 😉 Der Bartkamm und die Bartbürste sind für deinen Bart so essenziell wie die Luft zum Atmen oder das kühle Weizen an einem lauen Sommerabend im August.

5 gute Gründe für das Kämmen deines Bartes:

Hinter dem Bartkamm steckt mehr als ein reines Styling-Utensil. Zwei Minuten Bürsten sind für deinen Bart wie eine Stunde im Spa 😉 Und ich meine den guten Teil vom Spa – den mit Whirlpool.

  1. Dein Bart bleibt in Form. Das ist natürlich der erste und offensichtlichste Grund für das Kämmen. Du entwirrst verknotete Barthaare und weist widerspenstige Ausreißer in ihre Schranken. Somit sorgst du für ein sauberes, gepflegtes Erscheinungsbild und machst den Bart salonfähig. Sehr gut, weiter so!
  2. Dein Bart wird sauber. Mit den Zinken deines Kammes bzw. den Borsten deiner Bürste streichst du nicht nur die Barthaare in die richtige Richtung, sondern entfernst dabei gleich alle Fremdkörper, die absolut nichts in deiner Männermähne zu suchen haben. Damit meine ich zum einen abgestorbene Hautpartikel (Bartschuppen) und abgestorbene Barthaare, zum anderen aber auch Krümel und Dreck, der sich im Laufe des Tages in deinem Bart ansammelt.
  3. Dein Bart wird glatter und geschmeidiger. Wenn du deinen Bart regelmäßig kämmst, werden deine Barthaare mit der Zeit weniger kraus und störrisch, dafür fühlen sie sich besser an und bekommen einen gesunden Glanz. Das wird auch deine Freundin gut finden, vertrau mir. 😉
  4. Dein Bart wird gepflegt, dadurch verringern sich Probleme wie Bartschuppen und Bartpickel. Der Bartkamm bzw. die Bartbürste gehören genauso wie Bartöl, Bartschere und Bartshampoo zu den wichtigsten Pflegeartikeln für deinen Bart. Nur wenn du dir bei der Bartpflege wirklich Mühe gibst, kann dein Bart wachsen und gedeihen – und du vermeidest Hautirritationen, Bartpickel, Bartschuppen, Juckreiz oder Barthaarausfall.
  5. Dein Bartwuchs verbessert sich. Durch das Kämmen werden die Haarfolikel stimuliert, die Haut unter dem Bart wird leicht massiert und der Bart wird von überflüssigen Lasten befreit – damit tust du gleich drei Dinge für einen besseren Bartwuchs und einen volleren Bart. Natürlich wird dir nicht über Nacht ein üppiger Vollbart sprießen, nur weil du einmal in die Nähe eines Bartkamms gekommen bist. Aber regelmäßiges Bürsten kann den Bartwuchs durchaus etwas ankurbeln und Barthaarausfall vorbeugen.

Bartkamm oder Bartbürste?

Wahrscheinlich hast du gemerkt, dass ich bislang „Kamm“ und „Bürste“ synonym verwendet habe. Wir bewegen uns nun etwas tiefer in die Materie und müssen konkreter werden, daher jetzt die Erklärung für Fortgeschrittene: Eine Bartbürste ist eher für die Entwirrung von Barthaaren, die Bartpflege und die Stimulierung des Bartwuchses geeignet, während du mit einem Kamm das „Fein-Tuning“ beim Styling sowie die Formgebung deines Oberlippenbartes bewerkstelligst.

Warum du eine Bürste aus Wildschweinborsten nehmen solltest

Bürsten aus den Borsten von Wildschweinen sind wirklich (Achtung, schlechtes Wortspiel) sau gut! 😉 In der Bart-Szene haben sich die speziellen Bartbürsten schon seit einiger Zeit durchgesetzt. Natürlich liegt auch in meinem Bad eine solche Wildschweinborstenbürste. Ich nutze Sie mittlerweile seit dreieinhalb Jahren und sie sieht noch aus wie am ersten Tag.

Das bringt mich gleich zum ersten Vorteil dieser Bürsten: Sie sind extrem robust und langlebig. Dadurch lohnt sich die Investition auf jeden Fall, auch wenn sie zunächst etwas teurer als herkömmliche Bürsten sind.

Borsten aus natürlichem Material sind immer besser als Plastik-Borsten, da sie (normalerweise) mit weniger Schadstoffen belastet sind, länger halten und deinen Bart beim Bürsten nicht so stark statisch aufladen. Die Borsten der Wildschweine sind der Struktur menschlicher Haare relativ ähnlich und darum besonders gut geeignet, um das natürliche Fett der Gesichtshaut und Barthaare aufzunehmen und im Bart zu verteilen. Das ist die beste Pflege für deinen Bart!

Bartbürsten aus Wildschweinborsten haben noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Die Borsten sind relativ stabil, aber nicht zu kratzig, sodass die Haut unter deinem Bart beim Bürsten leicht massiert wird. Die Entfernung und Vorbeugung von Bartschuppen funktioniert somit optimal. Außerdem wird die Haut danach besser durchblutet, dein Bartwuchs wird angeregt und der Himmel ist gleich doppelt so blau. Du siehst also: Eine Wildschweinborstenbartbürste (Wort des Jahres?) macht aus dir einen besseren Bartträger 😉

Brauche ich trotzdem noch einen Kamm?

Ja – du erinnerst dich hoffentlich noch an die oberen Abschnitte (falls nicht, solltest du das Bier vielleicht weg stellen 😉 ): Eine Bürste säubert und pflegt deinen Bart, ein Kamm stylt und formt ihn. Wenn du also einen Bart haben möchtest, der wirklich gut aussieht, brauchst du eben auch einen Kamm. Natürlich siehst du es schon kommen: Nicht jeder Kamm ist für deinen Bart geeignet.

Bartträger bevorzugen Kämme aus Holz, weil hier die statische Aufladung geringer ist als bei Plastikkämmen. Vor allem bei Vollbärten und längeren Bärten sollten die Zinken etwas länger und breiter sein. Generell solltest du darauf achten, dass die Zinken relativ weit auseinander stehen. Für die Entwirrung der Barthaare ist schließlich die Bartbürste zuständig – mit dem Bartkamm willst du formvollendete Schönheit in deinen Bart bringen und nicht unnötig für Unruhe innerhalb deines Bartes sorgen. Eine Ausnahme bildet dein Oberlippenbart, für den du besser einen Kamm mit schmaleren Zinken verwendest.

 

Schmale Zinken für deinen Oberlippenbart.

Dein Oberlippenbart weicht (in der Regel) etwas vom restlichen Bart ab. Das sieht man auch daran, dass der Oberlippenbart häufig eine etwas andere Farbe hat als der restliche Bart. Außerdem werden die Barthaare hier ganz besonderen Strapazen ausgesetzt: Sie werden ständig mit warmer Atemluft belästigt (und darum oft feucht, vor allem im Winter), sie sind durch Sprech- und Kaubewegungen ständig in Bewegung und geraten im schlimmsten Fall sogar in dein Mittagessen und zwischen deine Zähne.

Dein Oberlippenbart benötigt darum eine kleine Extra-Portion Liebe von dir 🙂 Damit dein Oberlippenbart so aussieht, wie du es gern möchtest, nutzt du am besten einen Kamm mit schmalen Zinken, um die Haare in die richtige Form und Richtung zu bringen. Die Zinken müssen auch nicht so lang sein wie bei deinem normalen Bartkamm, denn schließlich sind die Barthaare über der Lippe (meist) relativ kurz. Ein wenig Beard Balm kann ebenfalls nicht schaden, um einen längeren Oberlippenbart in Zaum zu halten.

Bevor du nun zum Kamm greifst…

…solltest du erst noch ans Bartöl denken. Dieses gehört für dich als Bartträger natürlich zum absoluten Muss beim morgendlichen Styling. Es ergibt allerdings wenig Sinn, deinen mühevoll in Form gebrachten Bart gleich wieder zu zerzausen, indem du das Bartöl einmassierst. Gleichzeitig musst du aufpassen, dass du deine Bartpflege-Utensielien nicht komplett mit Bartöl verklebst.

Ich empfehle dir die folgende Reihenfolge:

  1. Bürsten – Dein Bart wird gereinigt, entfitzt und die Wildschweinborsten isolieren die Barthaare voneinander, sodass sie wunderbar die Inhaltsstoffe des Bartöls aufnehmen können.
  2. Bartöl – Du gibst ein paar Tropfen in deine Handfläche und massierst es in deinen Bart ein. Denke auch daran, die darunterliegende Haut ein wenig einzureiben.
  3. Kämmen – Du kannst nun deinen Bart in Form bringen und ihm den letzten Schliff verleihen.

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