Vor dem Vollbart kommt das Jucken.

Die schlechte Nachricht gleich zu Beginn: Wenn du dich gerade erst dafür entschieden hast, dir einen Bart wachsen zu lassen, liegt der härteste Teil vor dir: Die Juckphase. Alle Bartträger müssen diese erste Bestandsprobe überwinden. Solange die Barthaare kurz und stoppelig sind, reizen sie nämlich deine Gesichtshaut – das führt meist zu einem Juckreiz, der natürlich umso schlimmer wird, je häufiger du dem Drang nachgibst, dich zu kratzen.

Wenn dein Bart juckt, denkst du wahrscheinlich sehnsüchtig an deine glattrasierte Vergangenheit zurück. Es ist lästig, nervend und einer der Hauptgründe angehender Bartträger, sich zu rasieren. Aber niemand hat dir gesagt, dass es leicht werden würde – es ist noch kein Vollbart vom Himmel gefallen.

Bleib stark, rasiere dich nicht!

Genau das ist nämlich die Ursache des Juckreizes. Es ist ein Teufelskreis: Wenn du deine Barthaare abrasierst, bekommen die Haare eine scharfe Kante. Wenn du dir nun wieder einen Bart wachsen lassen möchtest, sind es genau diese scharfen Kanten, die das Jucken verursachen, indem die Spitzen der Barthaare an der Haut reiben oder sie stechen.

Wenn du durchhältst, sollte sich das Problem nach 1 bis 3 Wochen erledigt haben, denn die Haarspitzen werden stumpfer und sorgen nicht mehr für Hautirritationen. Solange kannst du dir mit einer speziellen Gesichtspflege helfen, die für die erste Wachstumsphase deines Bartes geeignet ist.

Juckt der Bart auch, wenn die erste Wachstumsphase überstanden ist?

Hier die zweite schlechte Nachricht: Ja, viele gestandene Bartträger leiden unter Bartjucken, das nicht von neuen, stoppeligen Barthaaren kommt. Die Ursache für dieses Jucken ist fast immer trockene Haut, in seltenen Fällen ist es eine Hautkrankheit. Wenn das Jucken extrem stark ist und mit Rötungen, Bartschuppen oder Ausschlag einhergeht, solltest du einen Hautarzt aufsuchen. In allen anderen Fällen solltest du einfach ein paar Grundregeln beachten:

1. Nicht kratzen.

Es ist wie mit Windpocken, Mückenstichen, Sonnenbrand… Wenn etwas juckt und du es kratzt, wird der Juckreiz vorübergehend besser, langfristig aber nur schlimmer. Durch das Kratzen reizt du deine ohnehin schlecht gelaunte Haut zusätzlich und ebnest außerdem -> Bartschuppen den Weg. Über deine Finger gelangen darüber hinaus unzählige Keime und Bakterien in deinen Bart, die sich auf deiner gereizten Haut niederlassen und dir im schlimmsten Fall einen unansehnlichen Hautausschlag bescheren. Also: Finger weg – ertrage das Jucken wie ein Mann.

2. Kalt duschen.

Heißes Wasser trocknet die Haut aus und zerstört ihre natürliche Ölschicht. Wenn du dein Gesicht reinigst, solltest du darum kaltes Wasser benutzen (oder lauwarmes, wenn du zu wehleidig bist). Das ist ohnehin viel männlicher und außerdem ziemlich erfrischend. Nutze ein möglichst einfaches Shampoo ohne Silikone oder Parabene und wasche deinen Bart nicht täglich, sondern nur 2-3 Mal pro Woche.

3. Nutze Bartöl.

Ein paar Tropfen Bartöl helfen gegen das Jucken und geben deiner Haut Feuchtigkeit zurück. Außerdem macht Bartöl deinen Bart weicher, glänzender und sorgt auch für einen angenehm männlichen Duft.

Wenn du gerade erst am Anfang deines bärtigen Lebens stehst (oder dauerhaft einen wirklich kurzen Bart tragen möchtest), kannst du auch eine spezielle Feuchtigkeitscreme verwenden, die deine Haut beruhigt und mit Nährstoffen versorgt. Grundsätzlich ist Bartöl aber immer besser als Cremes und Lotionen – außer du hast nur einen Dreitagebart, dann würde das Öl nur einen glänzenden Film auf deiner Haut hinterlassen.

 

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