Du hast dir wahrscheinlich keinen Bart wachsen lassen, um damit deine Sammlung von toten Hautstücken zur Schau zu stellen. Falls du Bartschuppen hast – also tote Hautstücke, die in deinem Bart hängen bleiben – kannst und solltest du etwas dagegen tun. Denn Bartschuppen verleihen dir nicht nur ein ungepflegtes – oder sogar abstoßendes – Erscheinungsbild, sondern sind auch ein Warnsignal deines Bartes, das du nicht ignorieren solltest. Mission: Rette deinen Bart!

Woher kommen Bartschuppen?

Bartschuppen können viele Ursachen haben, zum Beispiel:

  • Kaltes Wetter: Durch kalte und trockene Luft wird die Haut strapaziert und Hautzellen sterben vermehrt ab. Bartschuppen sind darum vor allem im Winter ein Problem.
  • Heißes Wasser: Wenn du deinen Bart mit zu heißem Wasser wäschst, trocknet das die Haut aus. Falls du deinen Bart nach dem Waschen auch noch fönst, damit er schneller trocknet, ist das natürlich ein absolutes No-Go, wenn du sowieso schon mit Bartschuppen zu kämpfen hast.
  • Falsches Shampoo: Genau wie bei den Kopfhaaren kommt es auch beim Bart auf das richtige Shampoo an. Um Haut und Haare nicht zu schädigen, solltest du auf Shampoo ohne Sulfate, Silikone und Parabene nutzen. Es gibt spezielle Bart-Shampoos, die für deine Bartwäsche hervorragend geeignet sind. Lies dazu mehr unter -> Bartpflegeprodukte. Besonders wichtig ist außerdem, dass du das Shampoo immer gründlich ausspülst, damit keine Rückstände übrig bleiben, die sich dann als Bartschuppen in deinem Gesicht verteilen. Vielleicht denkst du auch über ein Anti-Schuppen-Shampoo nach, wenn du bereits mit Bartschuppen zu kämpfen hast. Mehr dazu erfährst du weiter unten.
  • Stress: Wie immer gibt es auch eine psychische Komponente. Wenn du gestresst bist, ist auch dein Bart unausgeglichen. Stress kann den pH-Wert deiner Haut aus dem Gleichgewicht bringen und Schuppenbildung begünstigen. Also entspann dich – immerhin siehst du verdammt gut aus! 😉
  • Hautkrankheiten: Wenn dein Schuppenproblem großflächiger und hartnäckiger ist, solltest du einen Gang zum Dermatologen in Betracht ziehen. Dann könnten fiese Bartbewohner wie eine Schuppenflechte oder Hefepilze hinter deinen Bartschuppen stecken. Aber beruhige dich – das ist wirklich nur selten der Fall!

Bei all diesen möglichen Ursachen für Bartschuppen kommt erschwerend hinzu, dass der Bart die darunter liegende Haut vor ausreichend UV-Licht abschirmt. Der Vorteil: Du bekommst wahrscheinlich keinen Sonnenbrand unter deinem Bart. Der Nachteil: UV-Licht würde die Schuppenbildung verlangsamen und der Haut – in Maßen – gut tun.

Bartschuppen sind also ein Zeichen dafür, dass du mehr Zeit und Energie in die Pflege deines Bartes investieren solltest – von selbst verschwinden Bartschuppen nämlich fast nie.

Was hilft gegen Bartschuppen?

Nicht zu selten, nicht zu häufig waschen.

Zuallererst hilft es, die Gesichtshaut feucht und den Bart sauber zu halten. Es kann der Haut schaden und sie zum Beispiel austrocknen, wenn du deinen Bart zu oft oder auch zu selten wäschst. Falls du also deinen Bart täglich wäschst, könnte es deine Situation verbessern, wenn du dies nur alle zwei Tage tust. Wenn du Shampoo benutzt, solltest du darauf achten, deinen Bart wirklich gut auszuspülen. Rückstände des Shampoos setzen sich sonst auf deiner Haut fest und können ebenfalls zu Bartschuppen führen.

Kalt duschen.

Ein weiterer einfacher Trick ist es, beim Waschen kein heißes Wasser zu verwenden. Gerade im Winter sorgt dies für die weitere Austrocknung der Gesichtshaut und begünstigt die Bildung von Schuppen. Nimm einfach lauwarmes oder kaltes Wasser – deine Haut wird es dir danken. Wenn du gern heiß duschst, dann kannst du dies natürlich weiterhin tun, das kalte Wasser brauchst du nur für deinen Kopf.

Auf das richtige Shampoo kommt es an.

Wie bei Schuppen, die sich im Kopfhaar bilden, ist auch bei Bartschuppen eine häufige Ursache, dass das Shampoo nicht richtig ausgespült wird und/oder ungesunde Inhaltsstoffe enthält. Du solltest unbedingt darauf achten, dass dein Shampoo frei von Silikonen und Parabenen ist. Diese trocknen deine Barthaare langfristig aus und können somit die Schuppenbildung begünstigen. Außerdem solltest du nach der Bartwäsche sichergehen, dass keine Shampoo-Rückstände auf deiner Haut zurückbleiben.

Es gibt spezielle Bart-Shampoos, die du für deine Bartwäsche verwenden kannst.

Aber auch herkömmliche Shampoos können für dich geeignet sein (und sie sind in der Regel deutlich günstiger), solange sie frei von den schädlichen Inhaltsstoffen sind.

Anti-Schuppen-Shampoo bei Bartschuppen?

Du denkst wahrscheinlich: Was auf der Kopfhaut wirkt, kann im Bart nicht falsch sein…? Theoretisch stimmt das, praktisch ist Anti-Schuppen-Shampoo für deinen Bart aber nur selten notwendig. In fast allen Fällen kommen Bartschuppen von zu trockener Haut. Wie du deine Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgst, haben wir dir bereits ausführlich erklärt. Normalerweise sollte das genügen, um die lästigen Bartschuppen schnell wieder los zu werden. Wenn die Bartschuppen aber doch hartnäckiger sind, kannst du durchaus ein Anti-Schuppen-Shampoo ausprobieren.

Kämme deinen Bart. Es tut ihm gut.

Du solltest deinen Bart mindestens einmal am Tag gut durchbürsten. Damit bewegst du zum einen die lästigen Schuppen in die richtige Richtung – nämlich raus von deinem Bart. Zum anderen wird beim Kämmen das natürliche Fett, das deine Haut bildet, in die Barthaare verteilt. Das klingt eklig, ist aber wichtig und gesund – denn so wird dein Bart vorm Austrocknen geschützt und die Haare können einen natürlichen Schutzmantel bilden. Netter Nebeneffekt: Beim Bürsten werden die Haarfolikel stimuliert – somit regst du den Bartwuchs zusätzlich an und stärkst deinen Bart. Bürsten aus Wildschweinborsten sind in der Bart-Community besonders beliebt.

-> Lies mehr über die Vorteile einer guten Bürste für deinen Bart.

Übertreibe es nicht mit dem Styling.

Wenn du täglich Stylingprodukte wie Bartwachs, Pommade oder Bartbalsam verwendest, kann das die Bildung von Schuppen begünstigen. Warum? Ganz einfach: Stylingprodukte tun im Prinzip nichts anderes, als eine Schicht um deine Barthaare zu bilden, die „verkrustet“ und damit deine Barthaare in die gewünschte Form bringt. Die Rückstände dieser Kruste können sich als Schuppen zwischen deinen Barthaaren niederlassen, insbesondere wenn du die Stylingprodukte abends nicht gut genug auswäschst. Durch die Styling-Kruste trocknet dein Bart außerdem mit der Zeit aus – und du erinnerst dich wahrscheinlich: Trockenheit = Schuppen = trauriger Bart. Wenn du mit Bartschuppen zu kämpfen hast, ist es also eine gute Idee, vorerst auf übermäßiges Styling zu verzichten.

Sonnenlicht macht deinen Bart glücklich.

Weiterhin hilft es, wenn du öfter draußen bist. UV-Licht (in Maßen) tut der Haut gut und kann dein Schuppenproblem verbessern. Auch für deinen Bartwuchs ist Sonnenlicht wichtig, da der Körper in der Sonne das Vitamin D bildet, das deinen Bartwuchs fördert.

Achte auf deine Ernährung.

Kennst du die Hundefutter-Werbung, in der angepriesen wird, wie glänzend das Hundehaar davon wird? Auch deine Ernährung ist die Grundlage für gesunde Haare und Haut. Bitte kauf jetzt kein Hundefutter, sondern greife ab und zu mal zu Obst. -> Lies mehr darüber, was gesunde Ernährung für deinen Bart bewirken kann.

Bartöl ist ein Wundermittel gegen trockene Haut.

Um deiner Haut die nötige Feuchtigkeit zu geben, empfehle ich dir, stets Bartöl zu benutzen. In Bartöl sind wichtige Nährstoffe enthalten, die deinen Bart und deine Haut bestens versorgen und gesund halten. Bartöl sollte darum dein ständiger Begleiter sein – auch wenn du dein Problem mit Bartschuppen überstanden hast. -> Lies hier mehr über die Vorteile von Bartöl und wie du es benutzen solltest.

Was, wenn es doch eine Hautkrankheit ist?

Deine Bartschuppen könnten auch von einem Ekzem, einer Schuppenflechte oder einer Pilzinfektion kommen. Du solltest dir darüber Gedanken machen, wenn starker Juckreiz, extreme Schuppenbildung, gerötete Haut oder offene Stellen zu deinem Problem hinzukommen. Aber keine Panik! Falls deine Schuppen tatsächlich durch eine Hautkrankheit ausgelöst werden, gibt es keinen Anlass, den Bart abzurasieren. Viele Menschen haben das Problem auch mit dem Kopfhaar, aber ich kenne keinen, der deswegen Glatze trägt. Am besten suchst du einen Hautarzt auf, der dir eine medizinische Salbe verschreibt.

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