Seit Bärte wieder im Trend sind, erleben auch Bartpflegeprodukte Hochkonjunktur – allen voran Bartöl. Während das natürlich in erster Linie gut für uns Bartträger ist und uns eine große Auswahl individueller Bartöle gewährt, profitieren natürlich auch die Verkäufer, die das Potenzial der hohen Nachfrage erkannt haben. Daher gibt es leider auch schwarze Schafe unter den Ölherstellern, die auf der Welle mitschwimmen wollen, aber sich nicht gut genug mit den Ölmischungen auskennen oder (bewusst) Bartöle mit geringer Qualität anbieten (ich sage nur: Parabene). Außerdem ist Bartöl nicht billig. Man braucht zwar immer nur ein paar Tropfen davon, jedoch wirken Preise ab 10 Euro für ein winziges Fläschchen auf den ersten Blick etwas hoch. Wenn es doch nur einen Weg geben würde, einfach Bartöl selbst herstellen zu können… 😉 Nun, den gibt es! Und das ist nicht mal besonders schwer. Ich zeige dir, wie es funktioniert.

Das brauchst du, um dein eigenes Bartöl zu mischen:

  • kleine Fläschchen (30 bis 50 ml)
  • einen kleinen Trichter
  • Trägeröle (z.B. Jojobaöl, Mandelöl oder Avocadoöl):
    Trägeröle machen den Hauptteil deines Bartöls aus. Sie sind die Grundlage, die die potenteren ätherischen Öle trägt und verdünnt, damit deine Haut sie besser aufnehmen kann. Es gibt eine Menge verschiedener Öle und sie bieten viele unterschiedliche Vorteile. Welche Öle es gibt und wofür sie gut sind, kannst du hier lesen: -> Bartöle
  • Ätherische Öle (z.B. Teebaumöl, Minzöl, Lavendelöl, Zedernholzöl):
    Ätherische Öle sind natürliche Verbindungen, die in Samen, Blumen oder anderen Teilen einer Pflanze gefunden werden können. Das, was du riechst, wenn du zum Beispiel eine Orange schälst, stammt von einem ätherischen Öl. Sie sind ziemlich stark im Geruch und bieten auch noch ein paar gesundheitliche Vorteile. Welche ähterischen Öle es gibt und wofür sie gut sind, erfährst du hier: -> Bartöle

Die Zutaten bekommst du in Reformhäusern, Apotheken oder einfach online. Die Kosten erscheinen erst einmal viel höher als für ein fertiges Bartöl, aber da du mit deiner Mischung mehrere Fläschchen füllen kannst, kommst du auf einen Stückpreis von nur 2 bis 4 Euro pro Bartöl-Flasche. Vielleicht ergibt sich damit auch gleich noch eine gute Geschenkidee für bärtige Freunde und Familienmitglieder.

So kannst du dein Bartöl selbst herstellen

Mit diesen Zutaten ist es eigentlich ziemlich einfach, dein eigenes Bartöl herzustellen. Alles, was du jetzt noch tun musst, ist, verschiedene Öle zusammenzumischen – und fertig. Experimentiere einfach ein bisschen herum und finde eine Mischung, deren Geruch du magst und die deinem Bart gut tut.

Folge einfach diesen einfachen Schritten und erstelle deine eigenen Rezepte:

1. Fange mit Trägeröl an

Die ersten Zutaten in jedem Bartöl-Rezept sind Trägeröle. Ob du nur eins davon nimmst oder mehrere Öle mischst, liegt allein an deiner Experimentierfreude und deinem Geschmack. Befülle einfach eins deiner kleinen Fläschchen zu etwa 80 Prozent mit deinem favorisierten Öl bzw. deiner Ölmischung. Dazu nimmst du am besten den kleinen Trichter, damit auch nichts daneben geht.

2. Füge ätherische Öle hinzu

Nachdem du deine Trägeröle gemischt hast, gibst du ein paar Tropfen des ätherischen Öls für den Geruch mit dazu. Die meisten ätherischen Öle haben eine Pipette. Du solltest sie nutzen und gut dosieren. Denk daran, dass ätherische Öle sehr potent sind. In eine 30ml-Flasche solltest du nicht mehr als 10 Tropfen geben. Bei sehr starken Düften reichen auch schon 3 bis 5 Tropfen. Bei der Mischung selbst hast du freie Hand. Finde eine Duftkombination, die dir gefällt. Ich empfehle dir, mit einem Trägeröl und einem ätherischen Öl zu starten und die Mischung erst einmal an deinem Bart zu testen – und danach eventuell weiter zu verfeinern.

3. Mische es und probiere es gleich aus!

Das war einfach, oder? Wenn du deine Mischung fertig hast, dann mache einen Deckel darauf, schüttle die Flasche und du bist fertig. Um es auszuprobieren, machst du ein paar (wenige) Tropfen auf die Hand und reibst es in deinen Bart. Am besten funktioniert das nach dem Duschen, wenn dein Bart noch etwas feucht und deine Haut frisch ist. Wahnsinn! So einfach kannst du dein Bartöl selbst herstellen.

Achtung bei Kokosnussöl

Kokos(nuss)öl ist hervorragend als Feuchtigkeitsspender geeignet und wird oft in Bartölen benutzt. Das Kokosnussöl, das es im Geschäft zu kaufen gibt, ist aber meistens nur in fester Form und hat einen hohen Schmelzpunkt (um die 25 Grad). Deshalb ist es etwas schwieriger zu benutzen. Wenn du es als Trägeröl für dein Bartöl nehmen willst, musst du es erst etwas erhitzen, damit es sich mit den ätherischen Ölen vermischt. Nachdem du es vermischt hast, wird es ziemlich schnell wieder fest. Am besten nutzt du hier keine Flasche, sondern behandelst es eher wie Bartbalsam. Um es zu verwenden, reibst du dir ein bisschen auf den Finger und deine Körperwärme bringt es zum Schmelzen. Nun kannst du es wie Öl auf deinen Bart auftragen.

Ein paar Rezeptideen

“Kokos-Minze”

  • 1 Teelöffel geschmolzenes Kokosöl
  • 3 Tropfen Pfefferminzöl

“Süße Minze”

  • 15 ml Jojobaöl
  • 15 ml Mandelöl
  • 5 Tropfen Pfefferminzöl
  • 2 Tropfen Teebaumöl
  • 2 Tropfen Orangenöl

“Himmlischer Wald”

  • 20 ml Jojobalöl
  • 10 ml Mandelöl
  • 5 Tropfen Teebaumöl
  • 3 Tropfen Pefferminzöl

“Herbstlaub im Gesicht”

  • 10 ml Jojobalöl
  • 20 ml Mandelöl
  • 2 Tropfen Zimtöl
  • 2 Tropfen Orangenöl
  • 2 Tropfen Teebaumöl

Keine Lust auf selber mischen?

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