Du liegst an einem weißen Sandstrand mit einem kühlen Getränk in der Hand, die Sonne strahlt und das Meer war noch nie so blau… Der Sommer ist die beste Zeit des Jahres, oder? Mag schon sein, aber für deinen Bart sind die heißen Monate eine echte Belastung. Hier erfährst du, was du bei der Bartpflege für den Sommer beachten solltest, damit dein bestes Stück die Hochsaison unbeschadet übersteht.

Warum der Sommer deinem Bart so zu schaffen macht:

  1. Hitze! Deine Haut und Haare werden im Sommer trockener und spröde.
  2. Der Sommer ist für dich eine schweißtreibende Angelegenheit. Dein Bart fängt einen Großteil deines Gesichtsschweißes auf und die Rückstände setzen sich fest. Igitt! Das riecht nicht nur unangenehm, sondern sieht mit der Zeit auch unschön aus.
  3. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad willst du wahrscheinlich nur noch in kühles Wasser – egal ob es der Badesee um die Ecke oder die Copacabana ist. Für deinen Bart bedeutet das jedoch zusätzliche Strapazen: Nässe, Salzwasser, Chlor, feiner Sand oder Wind setzen deiner Männermähne richtig zu – und wenn dann auch noch die Sonne gnadenlos am Himmel brennt, ist das Leiden deines Bartes grenzenlos.
  4. Natürlich weißt du, dass UV-Strahlung richtig fies werden kann und du besser nur mit Sonnencreme zum Sonnenbaden auf die Dachterrasse gehst. Aber mal ehrlich: Denkst du dabei auch an die Stellen deines Körpers, die von Haaren bedeckt sind? Bei kurzen Bärten findet die UV-Strahlung relativ schnell den Weg auf die ungeschützte Haut, aber auch bei längeren und dichteren Bärten kann Sonnenbrand bei längeren Aufenthalten in der Sonne schmerzhafte Wirklichkeit werden. Da du natürlich davon absehen solltest, eine halbe flasche Sonnenmilch auf deinen Vollbart zu kippen, bedeutet das für dich: Kopfbedeckung auf oder ab in den Schatten!

Die richtige Bartpflege für den Sommer

Du ahnst es wahrscheinlich schon: Genau wie im Winter benötigt dein Bart auch im Hochsommer spezielle Pflege. Damit du nicht gezwungen bist, ab Herbst wieder „oben ohne“ zu gehen, solltest du alles dafür tun, damit deine Barthaare während des Sommers nicht austrocknen und alle Nährstoffe bekommen, die sie benötigen. Mit diesen Tipps wirst du auch im Sommer mit deinem Bart echt heiß aussehen:

Damit du nicht so ins Schwitzen kommst…

…solltest du vielleicht über einen „Sommerbart“ nachdenken. Viele Frauen lassen sich im Sommer die Haare etwas kürzer schneiden als sonst – erstens, damit sich im Nacken die Hitze weniger staut und sie somit weniger schwitzen, und zweitens, damit die Haare schneller trocknen, wenn sie aus dem Pool, Badesee oder Meer kommen. Wir müssen uns an dieser Stelle leider eingestehen: Manchmal haben auch Frauen die ein oder andere gute Idee 😉 Wenn du einen Vollbart trägst, könnte es also durchaus eine Überlegung wert sein, in den Sommermonaten den Bart etwas kürzer zu trimmen. Natürlich sollst du ihn nicht gleich auf Dreitagebart-Länge rasieren, aber es kann schon helfen, wenn der Kinnbart etwas kürzer ist, damit die Luft an deinem Hals besser zirkulieren kann.

-> Lies mehr darüber, wie du einen Vollbart richtig rasierst.

Must have – nicht nur im Sommer: Bartöl

Die Nummer eins in der Bartpflege – und zwar das ganze Jahr über: Bartöl. Das Öl schützt deinen Bart vorm Austrocknen und versorgt ihn mit wichtigen Nährstoffen. Ein super Nebeneffekt: Bartöl bildet einen sanften Schutzmantel um die Barthaare, sodass UV-Strahlung, Wind, Chlor, Salzwasser und all die anderen sommerlichen Bart-Feinde nicht direkt an die Substanz deiner Männlichkeit gehen.

Bartöl kannst du super vor dem Sonnenbaden oder Besuch im Freibad anwenden UND am Ende des Tages auftragen, um die Barthaare wieder geschmeidig zu machen. Lies hier mehr darüber, welche Arten von Bartöl es gibt und wie du dein Bartöl selbst herstellen kannst.

Wasser – gut oder schlecht?

War der Sommer bislang nicht eine richtig gute Sache? Und jetzt will er auf einmal deinem Bart an den Kragen. Du bist wütend und verwirrt, das ist ganz normal. Aber am meisten irritiert dich diese Sache mit dem Wasser. Wir sagen dir, dass dein Bart im Sommer austrocknet – aber gleichzeitig ist ein Kopfsprung in den Pool oder ein Tauchausflug auf den Bahamas schädlich für gepflegtes Gesichtshaar. Wie passt das nur zusammen?

Also, ganz einfach: Wasser ist gut, wenn es rein ist und direkt wieder abgetrocknet wird. Wasser ist schlecht, wenn es deinen Bart mit Chlor- oder Salzrückständen belastet und von der Sonne getrocknet wird – das Ganze vielleicht sogar mehrfach hintereinander, weil du vom Zehn-Meter-Sprungturm einfach nicht genug kriegen kannst.

So verhältst du dich richtig: Wenn du aus dem Meer oder Pool kommst, solltest du deinen Bart direkt mit klarem Wasser ausspülen und mit einem Handtuch abtrocknen. Durch Wassertropfen wird sonst nämlich das Sonnenlicht verstärkt und deine Haut und Haare leiden noch mehr unter der gefährlichen UV-Strahlung.

Bartwäsche

Im Sommer wird dein Bart schnell zu einer Sammelstelle für alle Dinge, die da eigentlich nicht hingehören: Du räkelst dich am Sandstrand, du tauchst, du schwitzt, du isst jede Menge Eis und alles mögliche in gegrilltem Zustand. Damit dein Bart sauber bleibt und dir dein nächster Urlaubsflirt entspannt durchs weiche Barthaar kraulen kann, solltest du deinen Bart im Sommer täglich waschen. Ja, genau: TÄGLICH. Nicht wöchentlich, sondern ein- bis zweimal am Tag. So verhinderst du, dass Sand, Salz, Chlor und Schweißrückstände eine feste Kruste um deine Barthaare bilden und sie langsam austrocknen.

Benutze am besten ein Shampoo ohne Sulfate, Sulfite und Parabene.

Bartbürste

Erstaunlich viele Bartträger denken, es sei überflüssig, ihren Bart zu kämmen – erst recht, wenn sie den Bart relativ kurz tragen. Dabei gehört die Bartbürste zu den allerwichtigsten Pflegeprodukten für deinen Bart: Das Bürsten stimuliert die Haarfolikel und unterstützt somit den natürlichen Bartwuchs. Außerdem reinigst du deinen Bart durch das Bürsten, indem du abgestorbene Hautzellen und Barthaare, aber auch Essensreste, Dreckkrümel und andere Dinge, die sich in deine Männermähne verirrt haben, aus dem Bart entfernst. Vor allem Hautschuppen kannst du mit der Bürste sehr viel besser aus deinem Bart heraus bekommen als beim Waschen.

Gerade im Sommer, wenn sich Sand, Sonnencreme-Rückstände und Brötchenkrümel vom Bratwurst-Essen in deinem Bart sammeln, ist das tägliche Bürsten wichtig für einen gepflegten und gesunden Bart.

Viele Bartträger nutzen für die Bartpflege spezielle Bartbürsten mit Wildschweinborsten, da diese die manchmal störrischen Barthaare gut zähmen können, ohne deine Haut zu reizen.

Sonnencreme?

Die Gewissensfrage des Sommers: Schadet Sonnencreme deinem Bart mehr, als sie deiner Haut nutzt?

Fakt ist: Sonnencreme ist wirklich wichtig, um deine Haut vor UV-Strahlung und Sonnenbränden zu schützen. Aber die Bestandteile, die in den Cremes enthalten sind, sind nicht unbedingt gut für deinen Bart. Beim Schwitzen läuft die Sonnencreme aus deinem Gesicht in deinen Bart und setzt sich dort fest. Das hat natürlich den Vorteil, dass auch die Haut unter deinem Bart etwas besser vor UV-Strahlung geschützt ist. Der Nachteil ist, dass dein Bart durch die Sonnencreme schnell verkrustet und verklebt. Die bessere Alternative ist darum, möglichst im Schatten zu bleiben und eine ausreichend große Kopfbedeckung (warum nicht auch mal einen Sombrero?) zu tragen (okay, Basecap reicht meistens auch). Wenn du doch längere Zeit in der Sonne bist, solltest du auf keinen Fall auf Sonnencreme verzichten – deinen Bart danach aber umso besser auswaschen.

Wenn du einen Dreitagebart trägst, dann creme auch den Bart mit ein, da die Haare keinen ausreichenden Schutz für die Haut vor Sonnenlicht bilden.

Wichtig: Vertrau keiner Sonnencreme unter 50! (Ich rede vom Lichtschutzfaktor). Und: Ein Spray ist einfacher zu handhaben als Sonnenmilch. Der Testsieger von Stiftung Warentest unter den Sprays mit LSF 50 ist das Spray von Eucerin.

Lass das Eis, wo es hingehört.

Sommer ist die Jahreszeit, in der auf einmal alle Mahlzeiten draußen eingenommen werden und man dabei irgendwie gern auf Teller und Besteck verzichtet. Schon bei deinen bartlosen Mitmenschen kann beim Bratwurstessen oder Eisschlecken so einiges daneben gehen. Diese haben jedoch den Vorteil, dass mit einer Serviette der größte Schaden sofort beseitigt ist. Du hingegen musst mit Krümeln in deinem Bart oder verkrusteten Barthaaren leben und den Geruch deines Mittagessens möglicherweise noch den ganzen Tag mit dir herumtragen.

Igitt.

Um deinen Bart zu schonen, dein Erscheinungsbild nicht zu zerstören und der Welt den Anblick eines dreckigen Barts zu ersparen, solltest du versuchen, immer Besteck zu benutzen, wenn es die Möglichkeit gibt: Iss dein Eis lieber aus einem Becher mit Löffel statt aus der Waffel. Beiße nicht genüsslich in die frische Wassermelone, sondern schneide sie vorher in mundgerechte Stücke. Iss lieber Steak statt Chicken Wings…

Natürlich kannst du auch auf all deine guten Manieren pfeifen und einfach essen, was du möchtest. Dann solltest du aber wenigstens versuchen, deinen Oberlippenbart aus der ganzen Sache rauszuhalten – dieser ist nämlich besonders gefährdet, in dein Essen und/oder deinen Mund zu geraten. In beidem hat er nichts zu suchen, also versuche, dein Essen so zu drehen, dass der am wenigsten „gefährliche“ Teil nach oben zeigt. Bei einer Bratwurst mit Senf im Brötchen wäre das zum Beispiel die Brötchenseite.

-> Mehr Tipps für das Essen und Trinken mit Bart

Denkt auch mal jemand an die Zecken?

Hast du schon jemals darüber nachgedacht, ob du vielleicht Zecken im Bart hast? Wahrscheinlich nicht. Solltest du aber. Zecken suchen sich bekanntlich gemütliche Orte an deinem Körper, um sich schön in Ruhe einkuscheln zu können und dich auszusaugen. Und wo ist es schon gemütlicher als in deinem Bart? Wenn du in der Natur unterwegs warst und dich anschließend auf Zecken kontrollierst, solltest du also unbedingt auch zwischen deinen Barthaaren nachschauen.