Früher war ein Vollbart nur was für Holzfäller und den Weihnachtsmann. Seit einigen Jahren sieht man aber Vollbärte, so weit das Auge reicht… Was für ein wundervoller Anblick! 🙂 Der Vollbart ist im Trend – immer noch! Er macht dich maskuliner, selbstbewusster und autoritärer. Wenn du darüber mehr wissen willst, haben wir für dich ein paar interessante Studien zum Thema ->Die Wissenschaft hinter dem Bart.

Nun ist natürlich Vollbart nicht gleich Vollbart, und wer glaubt, dass ein Vollbart nur bedeutet, dass man sich einfach nicht mehr rasieren muss, der irrt. Der Weg zum Vollbart ist beschwerliich und erfordert Geduld, die ->Bartpflege ist relativ aufwändig und natürlich braucht Mann auch einen entsprechend starken, dichten ->Bartwuchs, damit es überhaupt zum Vollbart reicht.

Wie lange dauert es, bis du einen Vollbart hast?

Wie schnell und dicht dein Bart wächst, ist natürlich von einigen individuellen Faktoren, wie zum Beispiel deinen Genen oder deiner ->Ernährung abhängig. Als Richtwert kannst du aber davon ausgehen, dass deine Barthaare – genau wie deine Kopfhaare – etwa 0,35 bis 0,4 Millimeter pro Tag wachsen. Du musst also etwa 125 Tage warten, bis dein Bart 5 Zentimeter gewachsen ist. In einem Jahr wächst dein Bart somit etwa 15 Zentimeter.

Du fragst dich wahrscheinlich, ob man das nicht ein bisschen beschleunigen kann. Die Antwortet lautet: Leider nein. Es gibt ein paar Wege, um deinen Bartwuchs voller und dichter werden zu lassen (-> Erfahre mehr über Bartwuchsmittel), aber die Geschwindigkeit, mit der deine Haare wachsen, kannst du kaum beeinflussen. Übrigens ist auch der Mythos, dass Haare nach dem Rasieren schneller wachsen, eine Lüge. Also Finger weg vom Rasierer! Außer natürlich, du nutzt ihn zum ->Trimmen 😉

Wenn du bislang keinen Bart getragen hast, musst du noch etwas mehr Geduld haben. Dann kann es nämlich eine gewisse Zeit dauern, bis sich dein Bartwuchs gleichmäßig einstellt und dein Bart eine gute Form bekommt. (-> Lies mehr darüber, wie du deinen Bartwuchs verbessern kannst.)

Guter Bartwuchs ist in den meisten Fällen auch eine Frage des Alters: Je älter du wirst, desto dichter wird dein Bart.

Musst du einen Vollbart rasieren?

Wenn du nicht ins Team von Ragnar Lodbrok aufgenommen werden möchtest, lautet die Antwort: Ja.

Natürlich meine ich damit nicht, dass du deinen Vollbart abrasieren sollst. Aber du musst ihn 1. kürzen und 2. trimmen, um einen Vollbart und keinen Wildwuchs im Gesicht zu haben.

Wenn du deinen Vollbart relativ kurz tragen möchtest, nutzt du dafür am besten einen elektrischen Bartschneider mit Aufsatz. Wenn du deinen Vollbart lieber länger wachsen willst, solltest du ihn mit einer Bartschere in Form halten. Der Bart wird nämlich nach unten immer dünner und damit schnell zu einem „Spitzbart“, wenn du die Spitzen nicht regelmäßig kürzt. Die Bartschere ist auch für das Trimmen deines Oberlippenbartes wichtig, damit er dir nicht in den Mund wächst. Für einen gut aussehenden Vollbart ist es außerdem wichtig, die ->Wangenlinie und ->Halslinie in Form zu halten. Dafür benutzt du am besten einen Nassrasierer oder einen elektrischen Barttrimmer.

Deine Grundausstattung für das Trimmen deines Vollbartes:

Remington MB320C Bartschneider-Set
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Bürste deinen Vollbart

Damit dein Vollbart gut gepflegt aussieht, musst du ihn unbedingt mindestens einmal täglich gut kämmen bzw. bürsten. Das ->Bürsten ist eine Art Wellness-Urlaub für deinen Bart:

  • Bürsten entwirrt deinen Bart und sorgt für ein ordentliches Erschneinungsbild.
  • Beim Bürsten werden Fremdkörper wie Schuppen, Essensreste, Dreck, Krümel und abgestorbene Barthaare aus dem Bart enfernt. Bürsten hält deinen Bart also sauber.
  • Das Bürsten stimuliert die Haarfolikel und kann somit zu einem gesunden, starken Bartwuchs beitragen.
  • Das Hautfett wird beim Bürsten gleichmäßig in den Bart verteilt. Deine Barthaare werden dadurch mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Sie werden außerdem geschmeidiger und können einen natürlichen Schutzmantel bilden, der sie vorm Austrocknen bewahrt.

Wenn du deinen Bart regelmäßig bürstest, kannst du somit auch Problemen wie ->Bartschuppen, Bartpickeln und ->Jucken vorbeugen. Also: Ran an die Bürste! 😉

Unter Bartträgern haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr Bürsten aus Wildschweinborsten durchgesetzt. Diese sind für die starken, manchmal störrischen Barthaare gut geeignet, ohne zu kratzen oder Schäden an der Haarstruktur anzurichten.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Bartbürste und Bartkamm?

Während die Bartbürste eher für das Entwirren und die Pflege deines Bartes zuständig ist, kannst du einen Bartkamm für das Styling und die Formgebung deines Bartes verwenden. Die meisten Bartkämme sind aus Holz, um statische Aufladung zu vermeiden.

Für einen dichten, längeren Bart solltest du einen Bartkamm verwenden, dessen Zacken etwas dicker sind und weiter auseinander stehen. Wenn die Kammzacken zu dicht beieinander stehen, verknotest du nur deinen Bart und reißt einzelne Barthaare heraus. Tu das deinem Bart nicht an!

Gib dir Mühe bei der Bartwäsche!

Jeder Bart, der länger als ein Dreitagebart ist, muss – genau wie dein Haupthaar – mit einem Shampoo gewaschen werden. Deine Barthaare werden im Alltag fettig und dreckig – das ist ganz normal. Umso wichtiger ist es darum, dass du sie ungefähr alle 2-3 Tage richtig wäschst (damit meine ich nicht, dass du sie mal kurz mit Wasser ausspülst! 😉 ).

Zum Shampoonieren deines Vollbarts nutzt du am besten ein Produkt ohne Parabene und Sulfate. Das kann ein spezielles Bart-Shampoo sein, muss es aber nicht. Wichtiger als der Name sind die Inhaltsstoffe, auf die du unbedingt achten solltest. Hier zwei Empfehlungen für dich:

Solltest du deinen Vollbart fönen?

Lieber nicht. Zunächst ist es wichtig, dass du deinen Bart nach dem Waschen gut abtrocknest. Auf keinen Fall solltest du dabei die „Rubbel-Technik“ anwenden, sondern den Bart nur gut mit einem Handtuch abtupfen, bis er nur noch feucht ist. Auf das Fönen solltest du besser verzichten, wenn es sich vermeiden lässt. Die heiße Luft macht deine Haut und deinen Bart trocken und könnte Probleme wie Bartschuppen und Bartjucken verstärken. Wenn du dennoch zum Fön greifen musst, weil du nicht genug Zeit für den natürlichen Trockenvorgang hast, dann solltest du nicht die heißeste Stufe wählen.

Nach dem Trocknen deines Bartes ist es außerdem erstmal Zeit für einen Extratropfen Bartöl. 🙂

Jeder Vollbart braucht ein gutes Bartöl.

Damit sind wir beim finalen – und vielleicht wichtigsten – Pflegehinweis für Vollbärte angekommen: Nutze täglich Bartöl. Du kannst Bartöl als Stylingprodukt verwenden, um deinen Bart in Form zu bringen, und solltest es außerdem unbedingt nach dem Waschen benutzen, um deinen Bart vor dem Austrocknen zu schützen. Der Markt für Bartöle hat sich in den vergangenen Jahren immens vergrößert. Mittlerweile führen sogar Drogerieketten ihre eigenen Bartöl-Hausmarken im Sortiment. Grundlegend gilt: Achte weniger auf Marke und Preis, sondern mehr auf die Inhaltsstoffe. Dein Bartöl sollte nur eine Mischung verschiedener Basis- und ätherischer Öle sein, ohne zusätzliche Konservierungsstoffe zu beinhalten. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du dein Bartöl übrigens auch ganz einfach selbst mischen – das ist auf lange Sicht ohnehin preiswerter. Die Anleitung dafür findest du ->hier.

Bei der Auswahl deines Öls solltest du außerdem auf die Flasche selbst achten: Einige Bartöle werden in Pumpflaschen, andere in Pipettenflaschen verkauft – hier musst du einfach probieren, was für dich praktischer ist. (Ich selbst bin ein absoluter Pumpflaschen-Verfechter 😉 .)

Mit Bartöl versorgst du deinen Bart nicht nur mit Feuchtigkeit und Nährstoffen, sondern verleihst ihm ein gepflegtes Erscheinungsbild sowie einen angenehmen Duft.

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